Musik aus der Luft gegriffen

Zwei Antennen, ein Gehäuse – und Musik, die scheinbar aus der Luft entsteht. Beim Theremin werden die Töne allein durch Handbewegungen im elektromagnetischen Feld des Instruments erzeugt. Diese ungewöhnliche Form der Klangerzeugung wurde einst als „Ätherwellen-Musik“ bezeichnet.
Erfunden wurde das Theremin um 1920 vom russischen Physiker und Cellisten Leon Theremin. Es gilt als eines der ersten elektronischen Musikinstrumente überhaupt und gehört zu den Wegbereitern der elektronischen Musik und späterer Synthesizer.
Wie funktioniert ein Theremin? Und wie spielt man ein Instrument, dessen Töne buchstäblich „aus der Luft gegriffen“ werden? Ein unterhaltsamer musikalischer Vortrag gibt Einblicke in die Geschichte dieses außergewöhnlichen Instruments. Sandra Simon Skylar Schmidt am Theremin und Michael Neymeyer am Piano nehmen das Publikum mit bekannten Melodien und neuen Interpretationen auf eine spannende Reise der Klänge.
Das Theremin kann dabei ganz unterschiedliche Seiten zeigen: singend und beinahe menschlich, verspielt, geheimnisvoll oder überraschend virtuos. Gerade seine ungewöhnliche Spielweise macht jeden Ton zu einem kleinen Balanceakt zwischen Bewegung, Gehör und musikalischer Vorstellung.
Und es bleibt nicht bei Musik und Theorie: Wer selbst erleben möchte, wie sich ein Instrument ohne Berührung spielen lässt, bekommt im Anschluss die Gelegenheit, das Theremin auszuprobieren.
Eintritt 15 Euro, Anmeldung: mediathek@bad-krozingen.de, 07633-93878410